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FAQ zum animax

Warum animax?

Bei einer außerklinischen Reanimation muß der Helfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die CPR durchführen. Durch den sehr hohen Kraftaufwand (bis 500N (50kg) schneller als der Sekundentakt!) ist es kaum möglich eine CPR über diesen Zeitraum effektiv durchzuführen (=>Anfahrtszeit Rettungsdienst im ländlichen Raum, Stau in der Stadt oder entsprechende Wetterverhältnisse). Auch fehlt sehr oft das richtige Gefühl für die CPR, da dieses nur bei häufiger Übung vorhanden ist. Daher wurde animax entwickelt, um sowohl dem Laien wie dem medizinischen Fachpersonal eine optimale Reanimation, auch über einen längeren Zeitraum, zu ermöglichen.

Wer darf animax anwenden?

Jeder der eingewiesen wurde.
Aus juristischer Sicht.

Warum ist animax ein mechanisches Gerät?

Das Reanimationsgerät animax arbeitet mit einer präzisen Mechanik, die auch nach jahrelangem Stillstand funktioniert. Würde eine Elektronik verwendet, müßte eine Batterie oder ein Akku als Energiequelle vorhanden sein. Nach längerem Stillstand oder vergessenem Wechsel würde das Gerät nicht funktionieren.

Wie lange ist die Aufbauzeit?

Das Auspacken und Aufbauen des animax erfolgt mit normaler Übung in etwa 20 Sekunden. Das Anlegen an den Patienten dauert nur etwa 3 bis 5 Sekunden. Erreicht wird dies durch das symmetrisch verstellbare Portalgestell mit Schaufeln.

Wie viel Übung ist für animax notwendig?

Durch die sehr einfache Bedienung von animax kann dieses Gerät mit wenig Übung sicher angewendet werden. Regelmäßiges Üben, z.B. zusätzlich zu den manuellen Reanimationsübungen schafft eine bessere Vertrautheit und noch schnelleres Anwenden.

Beatmung mit animax?

Die Beatmung erfolgt bei animax automatisch im Wechsel zur Herzdruckmassage (30:2). Da semiprofessionelle Anwender nicht intubieren dürfen, wurde die Maskenfixierung spiro-set entwickelt. Durch die drehenden Bügel im Überstreckkissen gleichen sich die einzelnen Spannkräfte der Gummizüge selbständig aus. Je nach Lage des Kopfes wird somit die Maske mit gleichmäßiger Andruckkraft im Gesicht des Patienten gehalten. Wir empfehlen bei entsprechender Kenntnis und Ausbildung des Anwenders einen Tubus zu verwenden (z.B. Larynxtubus). Dieser dichtet sicher ab und kann ebenfalls eingesteckt werden.

Was ist bei einer Aspiration des Patienten?

Bei einer Anwendung der Maskenbeatmung (Tubus für Semi-Profi nicht möglich) entsteht natürlich die Gefahr, daß bei der Beatmung das Erbrochene wieder zurückgedrückt wird (Aspirationsgefahr). Um dies zu verhindern besitzt animax eine abgestimmte Drosselung der Beatmungsluft. Bei einer Drucksteigerung in der Beatmungsmaske, hervorgerufen durch ein Verlegen der Atemwege, erhöht sich der Luftdruck im Faltenbalg. Dieser Druckanstieg ist wiederum am Hebel spürbar. Bei einer möglichen Aspiration spürt dies somit der Helfer am Hebel. Zusätzlich ist an dem Ventil ein Druckmanometer angebracht. Dadurch hat der Helfer immer die Kontrolle, ob die Beatmung erfolgreich, oder bei einem Druckanstieg eine Aspiration bzw. Verlegung der Atemwege vorhanden ist.

Reanimieren oder Defibrillieren?

Kurz: Beides (konkurrenzlos) wichtig! In den meisten Fällen von Herz-Kreislaufstillständen im Erwachsenenalter hat dies eine hyperdyname Ursache. In diesen Fällen des sogenannten Kammerflimmerns ist das (Früh-)Defibrillieren die einzige effektive Therapie. Mit jeder Minute Zeitverzögerung zwischen dem Eintritt des Kammerflimmerns und der Defibrillation verschlechtert sich die Chance einer erfolgreichen Anwendung um ca. 10%. In den meisten Fällen ist bereits nach etwa vier Minuten das Kammerflimmern in einen völligen Herzstillstand übergegangen. Ab diesem Zeitpunkt muß und kann "nur" noch die CPR durchgeführt werden um das Gehirn am Absterben zu hindern. Bei einer gut durchgeführten CPR kann der später eintreffende Rettungsdienst durch erweiterte Maßnahmen die Chancen für die Wiederbelebung wieder erhöhen.

Werden Rippen gebrochen?

Auch bei einer CPR mit animax können Rippen gebrochen werden, jedoch ist die Gefahr dieser Verletzung des Patienten deutlich geringer. Beim Anlegen des Reanimationsgerätes an den Patienten stellt sich die richtige Eindrücktiefe für die Herzdruckmassage entsprechend der Brustkorbgröße ein. Dadurch wird der Brustkorb exakt so tief eingedrückt, wie es für eine effektive Reanimation erforderlich ist, aber auch nicht tiefer.

Ist ein Sauerstoffanschluß möglich?

An animax kann ein Sauerstoffschlauch wie auch ein Reservoirbeutel und Reservoirventil aufgesteckt werden.

Für welche Patienten ist animax geeignet?

Das Reanimationsgerät animax ist nur für Personen ab Erwachsenengröße konzipiert, da bei Kindern die CPR mit höherer Geschwindigkeit und geringeren Kräften ausgeführt wird. Der Verstellbereich ist so ausgelegt, daß das Gerät für 95% aller Brustkorbgrößen von Erwachsenen paßt.

Ist die ACD-Technik in animax integriert?

Bei dem ACD-Verfahren wird der Brustkorb nach dem Druckstoß mittels einer Saugglocke wieder angehoben. Dadurch erhöht sich der venöse Rückstrom, was die Effektivität des nächsten Druckstoßes steigert. Inzwischen, nach der Einführung verschiedener Saugglocken, wird in Fachkreisen die ACD-Technik wieder sehr kontrovers diskutiert. Es wird vermutet, daß bei den ersten international durchgeführten Tests der oben genannte Effekt auftrat, da die Patienten (teilweise auch Tiere) an einem Beatmungsgerät angeschlossen waren. Beim Anheben der Saugglocke konnte, aufgrund des Beatmungsgerätes keine Luft in die Lunge fließen und vermutlich strömte daher mehr Blut in Richtung des Herzens. Fehlte das Beatmungsgerät, träte demzufolge auch nicht der positive Effekt bei der ACD-Technik auf. Diese Erklärung erachten wir als plausibel und haben uns deshalb entschieden keine ACD-Technik zu verwenden.